7 Fragen an Mitsegler Felix

7 Fragen an Mitsegler Felix

Kurz zu deinem Background: Wie alt bist du, wo bist du beheimatet und was machst du beruflich? Wofür schlägt dein Herz in der Freizeit/was ist dein Lieblingshobby
ich bin 32 und komme aus Halle (Saale). Ich bin sehr naturverbunden und eigentlich finden alle meine Hobbies draußen statt und ich versuch so gut es geht Deutschland zu verlassen: Fahrrad, Bergwandern und Segeln. 🙂

Beruflich bin ich sowas wie ein verrückter Öko-Heini in der Automobilindustrie (klingt komisch, ist aber so).

Wie bist du damals auf das Segeln mit JTC aufmerksam geworden?
Ein Freund hat einen SKS und war einige Male mit JTC unterwegs und dann kam eins zum andern!

War segeln schon immer ein Thema in deinem Leben oder wie und wann wurde deine Neugierde geweckt?
Eigentlich nicht. Die See allerdings schon: mein Vati war bei der Handelsmarine und dadurch spielte das Meer und ferne Länder immer einer Rolle für uns!
Nach dem ersten eigenen Segeltörn war ich dann relativ schnell infiziert!

In welchen Revieren warst du schon segeln und was hat dir bisher am besten gefallen und warum?
Kroatien (Dalmatien), Griechenland (Peleponnes), Sardinen & Korsika, Mallorca und Grenadinen (Karibik)! Karibik war von allen Parametern her in Summe schon der beste Törn! Sardinien und Korsika ist knapp dahinter. 😉

Welche deiner Crews ist dir besonders im Kopf geblieben und warum?
Natürlich waren alle immer super wobei man sagen muss, dass wir oft in einer 3er-Gruppe unterwegs waren! Unabhängig davon war aber die Karibik-Gang schon die beste! Da war irgendwie noch mehr Liebe im Spiel!

Was ist dein Lieblingsort auf dem Boot?
Bei einem Mono eigentlich vorne auf dem Dingy und beim Kat auch vorne in der Sonne irgendwo!

Was macht dich zum perfekten Mitsegler? Worauf können sich deine Mitsegler freuen, wenn du an Bord bist?
Ich sorge immer für guten Kaffee und seit neuestem backe ich täglich frisches Brot! Außerdem gibt es vieles Interessantes zu Flora und Fauna was mir beim letzten Törn den Meilenbucheintrag „Der Lehrer“ bescherte. 😉

Super, danke Felix! Mehr erfahren wir über dich dann auf hoher See 🙂

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Windrichtungen Segeln

Windrichtungen Segeln

Windrichtungen beim Segeln

Beim Segeln sind wir natürlich auf den Wind angewiesen, um überhaupt mit unserer Yacht voranzukommen. Je nach Windrichtung müssen die Segel entsprechend eingestellt werden, um schneller oder langsamer und um bestimmte Manöver fahren zu können. Aus genau diesem Grund ist es sinnvoll, die verschiedenen Windrichtungen zu kennen. Grundsätzlich unterscheidet man beim Segeln übrigens zwischen Fahrtwind, der eben bei der Fahrt auf der Yacht entsteht, dem wahren Wind, der Wind der tatsächlich herrscht und dem scheinbaren Wind, eine Mischung aus Fahrt- und wahrem Wind. Wir richten uns beim Segeln immer nach dem letzteren.

Beim Segeln unterscheiden wir, zum einfacheren Verständnis, zwischen 5 verschiedenen Windrichtungen, es gibt aber auch “Zwischenstufen”.

1. Windrichtung beim Segeln: “Im Wind”

Bei der Windrichtung “im Wind” kommt der Wind frontal von vorne – also entgegen der Fahrtrichtung der Yacht. Diese Windrichtung kann man sich mit eigentlich relativ einfach merken: Der Wind prescht dir ordentlich von vorne ins Gesicht und in beiden Ohren pfeift es richtig – voll IM WIND eben. Die Windrichtung “im Wind” hilft dir allerdings nicht viel beim Segeln, denn wenn sich deine Yacht “im Wind” befindet, kommst du nicht voran. Du musst anfangen den Wind zu kreuzen, um die Yacht in Bewegung zu setzen und damit kommen wir schon zu der nächsten Windrichtung…

2. “Am Wind”: Jetzt gehts los!

Wenn die Segel-Windrichtung “am Wind” ist, dann kommt der Wind von schräg vorne. Das Rauschen in den Ohren verlagert sich also von beiden Ohren verstärkt auf dein linkes oder rechtes Ohr. Mit dieser Windrichtung setzen wir unsere Yacht, im Vergleich zu 1. in Bewegung – yeah! Sehr schnell werden wir bei einem “Am Wind”-Kurs zwar nicht, allerdings hat man so die meiste Schräglage. 

Schräglage ist schön und gut, dir geht es aber um Tempo? Kein Problem, da habe ich etwas für dich…

3. Es wird spaßig – Windrichtung “halber Wind”

Schneller als bei dieser Windrichtung werden wir bei keiner anderen segeln können. Rätsel: Beim Halbwind rauscht der Wind nur noch in einem eurer beiden Ohren so richtig – von wo kommt der Wind? Richtig! Die Yacht steht jetzt ca. 90 Grad zum Wind. Dir wird es jetzt doch etwas zu schnell auf der Segelyacht?

4. Segeln mit Windrichtung “Raumwind”

Beim Raumwind kommen wieder beide Ohren mit ins Spiel. Hat es beim Halbwind in deinem rechten Ohr so richtig geschallert, dann verlagert es sich beim Raumwind wieder etwas auf das linke Ohr (oder eben umgekehrt). Der Wind kommt jetzt von schräg hinten – also eigentlich das Gegenstück zum “Am Wind”-Kurs (Punkt 2), nur das du hier im Vergleich noch etwas mehr Fahrt aufnimmst.

5. Last but not least: “Vor dem Wind”

Ihr könnt euch vermutlich schon denken, was jetzt kommt. Die letzte Windrichtung beim Segeln ist “vor dem Wind” und da ihr ja alle gut aufgepasst habt, könnt ihr mir sagen, von wo der Wind kommt. Beide Ohren sind also wieder gefragt, nur diesmal prescht es nicht in euer Gesicht, sondern wirbelt euch die Haare ordentlich ins Gesicht (zumindest bei langen Haaren) – der Wind trifft direkt von hinten auf eure Yacht. Wenn unsere Yacht “vor dem Wind” steht, erreichen wir ohne Zusatzsegel die schlechteste Windausbeute.

Danke an unseren Skipper Steffen, der mir das so wunderbar mit den Ohren näher gebracht hat. Seitdem kann ich mir das mit den Windrichtungen beim Segeln super merken – ich hoffe, dir hilft es auch!

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Segeln Karibik – Drei Reviere im Vergleich

Segeln Karibik – Drei Reviere im Vergleich

Segeln Karibik – Drei Reviere im Vergleich

Die Karibik ist einzigartig und wundervoll. Traumstrände, warmes, glasklares Wasser, Reggaemusik und Rumpunch gibt es hier an jeder Ecke. Egal in welchem Revier ihr die Segel setzt, die Karibik verspricht Tiefenentspannung und Abenteuer in einem Törn. Doch hat jedes Revier seine ganz eigenen Vorzüge und Besonderheiten. Wenn es euch schwer fällt, zwischen diesen Traumrevieren zu wählen, könnte dieser Artikel über das Segeln in der Karibik euch dabei helfen, die Qual der Wahl zu treffen.

DIE NATUR BEIM SEGELN IN DER KARIBIK

Wer Karibik hört, denkt vermutlich an Traumstrände, türkisfarbenes Wasser und Kokospalmen. Die Karibik ist jedoch viel mehr als das und wesentlich abwechslungsreicher, als man zu Beginn vermuten mag. Neben paradiesischen Aussichten an Postkartenstränden gibt es Inseln, die einen vollkommen anderen Charme versprühen.

Leewards
Vor allem der Leewards-Törn hat landschaftlich einen sehr wechselhaften Charakter. Von schroffen felsigen Inseln mit abenteuerlichem Flair, über trockene, flache Landstriche mit Kilometer langen Stränden, bis hin zu hohen Vulkaninseln mit saftig grüner Natur, hat dieses Revier in der Karibik alles zu bieten.

Guadeloupe & Grenadinen
Guadeloupe und die Grenadinen entsprechen diesbezüglich wohl eher der klassischen Vorstellung von karibischer Palmenidylle. Strahlendes, klares Wasser, in dem man die bunten Fische auch vom Boot aus beobachten kann, gehört hier zur Tagesordnung. Frische Kokosnüsse und palmengesäumte Traumstrände werdet ihr in diesen Revieren beinahe in jeder Bucht entdecken können.

ABENTEUER BEI DEN KARIBIK-TÖRNS

Leewards
Auch in puncto Abenteuer hebt sich der Leewards-Törn etwas von den andern zwei Revieren ab. Durch die größeren Etappen zwischen den Inseln werdet ihr hier eine oder mehrere spannende Nachtfahrten erleben. Da dieses Revier touristisch noch nicht voll erschlossen ist, habt ihr dort außerdem die größte Chance auf einsame Strände und verlassene Buchten, was auf ganz natürliche Art und Weise eine abenteuerliche Atmosphäre schafft.

Guadeloupe & Grenadinen
Aber auch die anderen zwei Karibik-Törns halten genug einzigartige Momente bereit, um seinen Abenteuerdrang zu stillen. Von wilden, frei laufenden Tieren, wie Leguane, Schildkröten, Rochen und kleinen Haien, über exotische Pflanzen, bis hin zu verlassenen Inseln, die zu Fuß erkundet werden können, dürft ihr euch auch auf dem Guadeloupe- oder Granadinen-Törn, einmal fühlen wie Robinson Crusoe.

AUSFLÜGE IN DER KARIBIK

Beim Thema Landausflug sind alle Reviere gleichauf. In der Karibik gibt es in jeder Bucht etwas zu entdecken. Mit dem warmen, klaren Wasser, ist die Karibik der perfekte Spot zum Schnorcheln und Tauchen. Ihr könnt barfuß spazieren gehen, am Strand grillen und tanzen, durch bunte Städtchen schlendern, frisches Obst vom Markt kaufen oder einfach nur im weißen Sand faulenzen. Alle Reviere halten jedoch auch größere, von Join The Crew organisierte Landausflüge bereit. 

Leewards
Beim Leewards-Törn könnt ihr auf Saba einen Vulkan besteigen. Ihr wandert über felsige Treppenstufen, durch saftig grüne Wälder bis hoch zum Gipfel, wo bei klarem Himmel, eine atemberaubende Aussicht auf euch wartet.

Grenadinen
Auf dem Grenadinen-Törn werdet ihr meistens von Winston über St. Vincent gefahren. Er bringt euch zu geschützten Becken, in denen ihr baden könnt, während im Hintergrund gigantische Wellen gegen die Felswand klatschen und meterhoch in die Luft spritzen. Ein Guide führt euch außerdem durch einen Regenwald bis hoch zur Spitze eines beeindruckenden Vulkans, wo die Luft bereits wesentlich kühler ist, der Wind euch um die Nase bläst und ihr in einen gigantischen Krater blicken könnt.

Guadeloupe
Beim Guadeloupe-Törn dürft ihr durch einen lebhaften Regenwald laufen und faszinierende Wasserfälle erkunden. Ihr habt außerdem die Chance durch eine enge Schlucht zu schwimmen, heiße Quellen zu besuchen und von einem Aussichtspunkt eine wunderschöne Aussicht zu genießen. 

Die Karibik hält so viel wundervolle und einzigartige Natur bereit, dass ihr definitiv genügend Gründe und Gelegenheiten finden werdet, an Land zu gehen und die Umgebung zu erkunden.

EURE YACHT BEIM SEGELN IN DER KARIBIK

Leewards, Guadeloupe & Grenadinen
In allen drei Revieren werdet ihr auf einem geräumigen Katamaran segeln. Die Bali-Modelle haben vorne eine riesige Sitz- und Liegelounge mit gemütlichen Polstern, auf denen man super entspannt liegen kann. Am Heck habt ihr einen großen Salon, in dem ihr sitzt, wie in einem Wintergarten. Ihr könnt Fenster und Tor öffnen und schließen, wie es euch genehm ist. Habt also die Wahl zwischen einem kuscheligen Wohnzimmer oder einer offenen Terrasse mit Blick aufs Meer.

Fazit – Welches Revier in der Karibik passt denn nun zu dir?

Zusammenfassend würde ich behaupten, dass ihr euch auf dem Grenadinen- und Guadeloupe-Törn vor allem entspannen könnt! Ihr werdet hier viel Zeit zum Relaxen und Genießen haben, einen Traumstrand nach dem anderen erkunden und mit unzähligen Meeresbewohnern schnorcheln gehen. Der Leewards-Törn ist ebenso paradiesisch aber auch etwas abenteuerlicher und vor allem abwechslungsreicher. Neben Traumstränden gibt es hier auch schroffe Landschaft und viel Gelegenheit zum Segeln mit ordentlich Wind und auch mal Welle.

Am besten schaut ihr euch die Karibik-Törns einfach selbst an und erkundet die Reviere auf eigene Faust, denn Karibik ist nicht gleich Karibik.

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Um die kommende Sommersaison zu feiern, verlosen wir eine freie Koje. Worum es genau geht und was du dafür tun musst, erfährst du hier.

Was gibt es zu gewinnen?
Zu gewinnen gibt es einen Platz auf unser Yacht auf unserem Peloponnes-Törn. Dieses Revier haben wir gewählt, da es ein perfekter Mix aus Segelaction, abenteuerlichen Landgängen und toller Natur ist – über das leckere griechische Essen brauchen wir wohl niemanden aufklären. 😉 Der*die Gewinner*in wird vom 08.08. – 15.08. als Teil einer Crew die Segel hissen und in einer Flottille aus vier Yachten das Revier erkunden, in dem Join The Crew damals geboren wurde.

Wie kannst du teilnehmen?

Wir haben hier alles so einfach wie möglich gestaltet. Schau dir einfach diesen Post auf Instagram an und versuche dein Glück. 🙂

Wir drücken allen Teilnehmern die Daumen und wünschen euch jetzt schon mal eine tolle Sommersaison.

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6 Gründe, weshalb du nach Kopenhagen segeln solltest

6 Gründe, weshalb du nach Kopenhagen segeln solltest

6 Gründe, weshalb du nach Kopenhagen segeln solltest

Dänemark zählt zu den Nachbarländern Deutschlands und wird oftmals unterschätzt. Doch wieso soll es gerade das Segeln nach Kopenhagen sein und nicht die warme Südsee – das und noch viel mehr Gründe, wieso das Revier für dich das Richtige ist, kläre ich in diesem Blogartikel.

Segeln Kopenhagen – Der Meilentörn

Der Segelvirus kann ziemlich ansteckend sein und dauert meistens ein Leben lang an. Das klingt zunächst einmal nach einer ganz schlimmen Krankheit, ist in Wahrheit aber eine der größten Sehnsuchten nach Wasser. Wer den Wind im Gesicht liebt, der ist genau richtig bei dem Segeltörn nach Kopenhagen. Dies ist ein Meilentörn, der je nach Crew und Skipper, um die 250 bis 350 Meilen umfassen kann.

Nachtschlag

Eine ganz andere Erfahrung ist das Segeln bei Nacht. Von Stralsund nach Kopenhagen (als Beispiel) braucht man gut und gerne 15 bis 20 Stunden, von daher ist es von Vorteil in der Nacht oder am frühen Morgen loszusegeln. Oft wird man mit einem wunderschönen Sonnenuntergang und/oder Sonnenaufgang belohnt.  Die Einteilung der Schlaf-Etappen, die jeder der Crew haben sollte, schweißt das Team zusammen und macht das Segeln in Kopenhagen zu etwas Unvergesslichem.

Hauptstadt, Highlight, hautnah

Dänemarks Hauptstadt ist Kopenhagen und die Kernstadt hat nicht einmal eine Million Einwohner (ca. 600.000). Sie ist das Ziel schlechthin beim Segeln nach Kopenhagen und wird soweit möglich in den ersten drei Tagen der Reise angesteuert. In dieser Stadt ist alles sehr nahbar – das Königshaus Amalienborg, die Oper, der Freistadt Christiania, der Nyhavn Kanal, die kleine Meerjungfrau, diverse Kreuzfahrtschiffe und die Innenstadt mit ihren vielen Geschäften.

Flair von Dänemark

Kleiner, herzlicher, bunter – so einfach lässt sich Dänemark in drei Wörter zusammenfassen. Das Segeln nach Kopenhagen bringt euch in ein Land, in dem die Menschen sehr weltoffen sind, fast immer Englisch sprechen und immer für einen Smalltalk bereit sind. In den meisten dänischen Häfen werdet ihr viele bunte Häuser sehen und euch direkt wohl fühlen.

Beim Segeln nach Kopenhagen bis zu drei Länder besuchen

Es wird wohl nicht so viele Urlaube geben, an denen ihr innerhalb einer Woche drei verschiedene Länder bereisen könnt. Gestartet wird in Deutschland, danach wäre es möglich nach Schweden für einen Tag zu segeln und erst dann in Richtung Dänemark aufzubrechen. Umwege macht ihr dabei eher weniger und ihr lernt die vielen schönen Seiten eines Segeltörns auf der Ostsee kennen – hier insbesondere das Segeln nach Kopenhagen.

Natur pur

Auf dem Wasser zu sein, den Wind zu genießen und sich mit dem Boot treiben zu lassen, ist nicht genug Natur für dich? Dann bist du beim Segeln in Kopenhagen genau richtig, denn egal ob der Botanische Garten in Kopenhagen oder die Kreidefelsen in Sassnitz, hier ist alles mit dabei. Genieße zusammen mit deiner Crew Sonnenaufgänge und -untergänge, aber auch die tollen Wälder an Land und besichtige den Leuchtturm sowie den Strand auf Hiddensee.

Du hast jetzt auch Lust bekommen einen neuen Törn nach Kopenhagen zu starten, dann schau doch einfach einmal hier vorbei – dort findest du bestimmt etwas!

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JTC-Skipper im Interview – Finn

JTC-Skipper im Interview – Finn

Kurz zu deinem Background: Wie alt bist du, wo bist du beheimatet und was machst du beruflich? Wofür schlägt dein Herz in der Freizeit?
Moin, ich bin Finn, 28 Jahre jung und wohne in Hamburg. Hier arbeite ich als Unternehmensberater. Obwohl der Job oft zeitintensiv ist, lässt er sich wunderbar mit meiner Leidenschaft zum Segeln vereinbaren: Im Sommer und Winter kann ich zwischen zwei Projekten eine längere Auszeit einschieben, den Anzug gegen die Badehose tauschen, meinen Seesack packen und segeln gehen. In der verbleibenden Freizeit geht’s mit dem Bulli ans Wasser zum Kiten, auf’s Rennrad, zu Familie und Freunden oder zum Zaubern in die Küche.

Wie und wann hat dich der Segelvirus infiziert? Erinnerst du dich noch an deinen ersten Segeltörn? Wie war das für dich?
Ich war schon immer in alles rund um das Element „Wasser“ verliebt. Zum Segeln bin ich über diverse Kindheitsurlaube auf Amrum sowie den Uni-Segelsteg Hamburg gekommen. Dauerhaft und ernsthaft infiziert habe ich mich dann während meines ersten JTC-Törns in Kroatien 2015, damals noch als Crew-Mitglied.

In welchen Revieren warst du schon segeln und was hat dir bisher am besten gefallen und warum?
Bis jetzt war ich auf der deutschen Nord- und Ostsee, dem Mittelmeer (Dalmatien, Kornaten, Peloponnes, Dodekanes, Sardinien / Korsika), den Seychellen und in der Karibik (Grenada bis Guadeloupe) unterwegs.

Wenn ich mir eines der Reviere aussuchen müsste, dann wären es die Grenadinen. Traumhafte Buchten und Lebensfreude pur, ganz ohne Kreuzfahrt-Touristen. Denn wie es die Natur so will, sind die wirklich schönen Buchten für die Kreuzfahrtschiffe zum Glück nicht erreichbar. Den besten Törn macht aber definitiv nicht das Revier, sondern die Crew!

Was macht Segeln für dich persönlich so besonders?
Am Segeln die Freiheit und die Faszination, nur mit der Kraft des Windes überall hinsegeln zu können. Physikalisch verrückt wird es, wenn Regatta-Boote 3x so schnell wie der wahre Wind über das Wasser fahren bzw. fliegen. An JTC-Segeln die Gruppendynamik, die auf jedem Törn immer wieder besonders und anders ist.

Dein absolutes Sehnsuchtsrevier?
Südsee auf eigenem Kiel.

Ein absolutes No-Go bei dir an Bord?
Schlechte Laune und Drückeberger.

Was fehlt dir nach einem Törn am meisten? Und worauf freust du dich zuhause?
Meist fehlt Schlaf. Deshalb freue ich mich am meisten auf die erste Nacht im eigenen Bett. Danach könnte es dann aber auch schon wieder losgehen.

Mit welcher historischen oder heutigen Persönlichkeit würdest du gerne mal segeln und warum?
Brian & Brady Trautman, den beiden Brüdern hinter dem Youtube-Segelkanal „SV Delos“. Sie segeln seit 10 Jahren gemeinsam um die Welt. Die Geschichte ist inspirierend, sie verstrahlen pure Freude am Segeln, sind immer gut drauf und haben so schon einige zum Nachahmen bewegt.

Dein aufregendstes Erlebnis an Bord?
Wenn es auf extreme Situationen bezogen ist, dann ein Zusammenstoß mit einem anderen Ankerlieger, nachts um 5 Uhr bei Gewitter und drehenden Winden um 6 Beaufort. Er hielt es im Gegensatz zu allen anderen Booten in der Bucht nicht für notwendig, Nachtwache zu halten. Wie es das Karma so will, hat sein Anker als einziger nicht gehalten, sodass er durch die Bucht gerutscht ist. Bei einer 180 Grad-Winddrehung ist er uns dann sehr schnell so nah gekommen, dass ich jetzt aus erster Hand weiß, wie viel ein dicker Kugelfender aushält und wie schnell jemand aus dem Bett springt, wenn man von außen gegen seine Bordwand klopft. Actionfendern at its best. Dadurch ist zum Glück nichts passiert und wir konnten mit etwas Abstand (im wahrsten Sinne des Wortes) drüber lachen.

Zu den schönen aufregendsten Momenten gehört definitiv das Schnorcheln / Tauchen mit Haien und Barracudas in der Karibik und auf den Seychellen.

Join The Crew in einem Satz?
Unmöglich. Aber die Antwort auf die folgende, sehr häufig gestellte Frage bringt es annähernd auf den Punkt: „Wenn du so viele Törns fährst, dann hattest du doch bestimmt schon mal eine Gruppe, die nervig war, oder?“. Bis jetzt absolut nicht! Ich freu mich jedes Mal aufs Neue, wie schnell aus fremden und oft sehr unterschiedlichen Menschen, die sich in der „echten Welt“ vielleicht nie kennengelernt hätten, innerhalb kürzester Zeit eine Segel-Familie entsteht.

Super! Mehr erfahren wir über dich dann auf dem Meer. 🙂

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