Urlaubstörn in Italien

Highlights

Da wir die Freiheit des Segelns in vollen Zügen genießen wollen, passen wir die Route je nach Wind und Crewlaune individuell an.
Golfo Viticcio (Elbas Nordküste)

Ab ins kühle Nass

Der einzigartige Golf Viticcio an Elbas Nordküste mit seinem naturbelassenem Nordküste ist eine großartige Möglichkeit für einen Sprung ins kühle Nass und danach den romantischen Sonnenuntergang zu genießen.

Portoferraio

Pulsierende Hafenstadt mit Geschichte

In der Hauptstadt der Insel mit ihren 16.000 Einwohnern lebt die Hälfte der Bevölkerung Elbas. Die historische Altstadt liegt am Ende des Golfes von Portoferraio auf einem Felsrücken in einem Halbkreis um das große Hafenbecken.

Der Name der Stadt erinnert an die Vergangenheit der Stadt als „Eisenhafen“. Daran erinnern heute nur noch wenige Spuren, etwa die große Werfthalle hinter der Stadt. Oder die großen Häuser am Hafen, an denen langsam die Farbe abblättert, die knatternden Motorräder und Lieferwagen, die geschäftig direkt an den im Hafen liegenden Yachten vorbeibrausen sowie die Fähren, die täglich ein Dutzend mal in den nahegelegenen Fährhafen einlaufen - Portoferraio ist kein auf Hochglanz poliertes Kleinod für Touristen, sondern eine italienische Hafenstadt mit einem ganz besonderen Flair.

Vielleicht ist der ursprüngliche Name, den die Medici der Stadt gaben passender: „Cosmopoli“. Wir genießen dieses Getümmel nach dem Anliegen durch einen Bummel an der Hafenpromenade, der „Darsena Medica“ oder bei einem selbstgemachten italienischen Eis am Hafen. Von den drei Medici-Burgen „Forte Falcone“, „Forte Stella“, „Forte Linguella“, hat man einen atemberaubenden Blick über die Dächer der Stadt und auf die Bucht von Portoferraio mit den vielen Yachten und Schiffen, die dort vor Anker auf Reede liegen.

Auch wenn Napoleon nur ein Jahr blieb, erinnert sich Elba stolz an seinen Aufenthalt auf der Insel. Ganz besonders gilt das für Portoferraio. Hier ließ Napoleon 1814 im Exil zwischen den Festungsanlagen seine Winterresidenz „Villa die Mulini“ errichten, die heute besichtigt werden kann.

Wer nach einem sportlichen Segeltag einfach nur entspannen will, der kann einen kurzen Spaziergang zum städtischen Badestrand „La Ghiaie“ mit seinen weißen Kieseln machen und dort das klare Wasser vor der Kulisse von Forte Falcone genießen oder etwas weiter zu dem, zwischen Punta del Grotte und der Villa Ottone gelegenen, Sandstrand laufen.

Fetovaia

Baden an der Südküste Elbas

Die Bucht mit dem azurblauen Wasser, von steil aufragenden Felsen umgeben und zum Meer hin durch eine Landzunge abgeschirmt, gilt als die schönste Bucht Elbas. Hier erstreckt sich ein langer Sandstrand. In der Hochsaison liegen die Sonnenanbeter hier Handtuch neben Handtuch, in der Nebensaison sieht das anders aus.

Auf der Südseite Elbas gibt es drei weitere Großbuchten. Sie tragen klangvolle Namen wie Bucht der Verliebten („Calla dell` Innamorata“) und bieten ebenfalls bestes Badevergnügen.

Giglio

Die elegante Insel

Die zweitgrößte Insel des toskanischen Archipels wird im Sommer aufgrund ihrer Schönheit und ihrer Nähe zu Rom zum Touristenmagnet. In der Nebensaison Anfang Juni ist glücklicherweise noch weniger los und die Hafenpromenade, an der sich pastellfarbene bunte Häuschen, Cafes und Restaurants wie ein Band im Kreisrund um den Hafen ziehen, noch angenehm leer. Hinter der Hafenpromenade erstrecken sich die Gässchen der Ortschaft .

In einer dreiviertel Stunde zu Fuß oder in zehn Minuten mit dem Bus erreicht man das auf dem Bergrücken der Insel gelegene mittelalterliche Dorf Giglio Castello. Die Großherzöge der Toskana ließen das aus dem 11. Jahrhundert stammende Dorf, das von einer breiten Mauer und zehn Türmen umgeben ist, restaurieren. Daher kommt echtes Mittelalter-Feeling auf, wenn man unter einem Torbogen hindurch, an kleinenTreppen vorbei, durch die Ortschaft schlendert. Das von der Burg „Aldobrandesca“ überragte Giglio Castello gilt nicht ohne Grund als eine der schönsten Dörfer Italiens. In den Weinkellern des Ortes kann der auf der Insel gekelterte, recht starke, bernsteinfarbene „Ansonica“-Wein probiert werden.

Wenn wir nicht in Giglio übernachten wollen, segeln wir an die Nordseite der Insel zum breiten Sandstrand vor dem kleinen Ferienort „Campese“ und ankern eingerahmt von einem wuchtigen genuesischen Wachturm an der einen und einer spitzen Felsnadel an der anderen Seite. Oder wir ankern südlich davon in der Allaunenbucht in einem Schnorchelparadies nahe einer beeindruckenden Steilküste.

Capraia

Die Vulkaninsel

Die drittgrößte Insel des toskanischen Archipels ist wegen ihrer Lage zwischen Elba und dem Cap Corse ein beliebter „Trittstein“ für Yachten, die auf dem Weg nach Korsika sind. Capraia entstand vor etwa neun Millionen Jahren aus mehreren heftigen Vulkanausbrüchen. Sie schufen die steil aufragende Insel, deren Bergrücken bis zu 450m hoch sind.

An der steil abfallenden Westseite gibt es zahlreiche kleine Grotten, in denen noch einige Exemplare einer seltenen Seehundart leben. In den Steilklippen der Insel nisten tausende Vögel. Deswegen steht fast die gesamte Westküste und ein Großteil der Insel unter Naturschutz.

Die unter einem mächtigen viereckigen Wachturm gelegene „Cala del Moreto“, die „Cala del Rossa“ (ein versunkener Vulkankegel hat diese Bucht geformt) und weitere kleine Buchten mit bizarr ausgewaschenen Felsformationen, die stellenweise an Sardinien erinnern, laden hier zum Baden ein.

An der Ostküste der Insel liegt „Marina di Capraia“, der Hafen der Insel. Bis Ende der 80er Jahre war Capraia wie andere toskanische Inseln (z.B. Pianosa und Gorgona) eine Gefängninsel – heute kann die ehemalige Strafanstalt auf dem Bergrücken nördlich der Marina besichtigt werden. Das Dorf auf dem Bergrücken an der Südseite der Bucht kann man zu Fuß von der Marina über einen alten Weg erreichen. Nach einem Spaziergang durch die malerischen kleinen Gässchen stehen wir vor dem mächtigen genuesischen Fort, das über dem Meer thront. Wer noch Energie hat läuft den Küstenwanderweg Richtung Süden weiter. Wer es entspannter mag geht noch 300m vom Fort zum genuesischen Wachturm, von dem man einen großartigen Blick über den Hafen hat.

Rio Marina

Idyllischer Hafen im Osten Elbas

Rio Marina ist ein kleiner Hafen an der Ostküste Elbas. Wenn hier 15 Yachten liegen, dann ist der Hafen auch schon voll. Wahrzeichen des Hafens ist der orange Glockenturm aus dem 16. Jahrhundert, der jede Stunde hell klingelt. Die Hafenmole, an der heute dutzende Male täglich die Fähre von Piombino anlegt, wurde nach den Plänen Napoleons gebaut, nachdem der berühmte Franzose die Insel bereits längst wieder verlassen hatte.

Um den Hafen zieht sich eine urige steinerne Hafenpromenade, dahinter liegen hübsche kleine Straßen mit Restaurants und Cafes. Wer auf Entdeckungstour gehen will, macht einen Spaziergang zu den Ruinen der alten Minenanlage (die kann man auch vom Hafen aus sehen) und dem verrosteten Minenanleger nördlich des Hafens. Mit der Bergwerksvergangenheit des Ortes beschäftigt sich das auch unweit des Hafens gelegene Mineralienmuseum von Rio Marina.

Wer mehr Zeit hat wandert in einer dreiviertel Stunde über einen Feldweg in das hübische, oberhalb von Rio Marina gelegene Bergdorf Rio nell` Elba.  Hier läuft man durch verwinkelte kleine Gässchen, in denen freundliche alte Herren vor ihren Häusern sitzen, wäscht seine Wäsche in der öffentlichen Wäscherei des Ortes (bzw. besichtigt diese nur) oder besichtigt das mit viel Liebe zum Detail gebaute Mini-Krippenspiel „La natavita di Rio Castello“.

cookies_notification_description