Wir haben noch keine eigenen Bilder von den Leewards. Für den Eindruck vom Revier könnt ihr euch die Windwards-Fotos anschauen, denn beide Reviere sind sehr ähnlich im Charakter.
Guadeloupe, die „Insel der schönen Gewässer“ besteht aus zwei Inseln (Basse Terre und Grande Terre) und hat die Form eines Schmetterlings. Im Nationalpark um den Vulkan Soufriére gibt es viele Wandermöglichkeiten und die Wasserfälle laden mit ihren Pools zum Baden ein. Eine weitere Attraktion sind die vielen Kraterseen. Im Kontrast dazu findet man auf Grande Terre seichte Hügellandschaften mit Zuckkerohr-Anbau und halb verfallenen Windmühlen.
Etwas südlich von Guadeloupe liegen die Iles des Saintes. Die kleinen Inseln sind trocken und steil mit roten und braunen Felsen und bieten herrliche Bademöglichkeiten. Auf der größten Insel befindet sich die einzige kleine Stadt, Bourg des Saintes, deren Einwohner früher ausschließlich vom Fischfang gelebt haben. Viele der bunten Holzfischerboote liegen noch immer in der Bucht. In dem kleinen Ort geht es sehr gemütlich zu, alles scheint ein wenig verlangsamt und niemand ist in Eile. Der Ort ist sehr sauber und wirkt niedlich mit kleinen Häusern, hübschen Balkonen, roten Dächern und Blumen in den Gärten. Beim Ankern zwischen den Inseln kann man beim Frühstück die tieffliegenden Pelikane beobachten.
Mit dem Slogan „Für jeden Tag des Jahres einen Strand“ wirbt Antigua für sich. Traumhaft ist zum Beispiel die NonSuch Bay im Norden der Insel. Ein besonderes Highlight ist die Antigua Sailing Week, die jedes Jahr im Frühling stattfindet. English Harbour wird dann zum Treffpunkt für Segler aus der ganzen Welt. Viele Atlantik-Überquerer racen hier noch eine Woche mit, bevor sie sich auf den Weg nach Osten über den Atlantik machen.
In einer tiefeingeschnittenen, gut geschützten Bucht, gesäumt von Mangroven liegt English Harbour mit Nelson‘s Dockyacht. Hier war einst einer der Hauptstützpunkte der britischen Marine unter dem Kommando des britischen Lieblingshelden Nelson. Der Legende nach ordnete Nelson damals an, dass für jeden seiner Leute täglich eine Flasche Rum zur Verfügung stehen musste, um den Kampf gegen die Stechmücken zu gewinnen. In Nelson’s Dockyacht wurde alles wieder so aufgebaut, wie es im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Das Ganze wirkt wie eine Filmkulisse aus einer anderen Zeit. Es gibt hier super BBQ und Musik direkt am Strand, aber „Be aware of the Rumpunch!“
Unendliche Einsamkeit, umgeben von weißen, feinen Sandstränden, unwirklich türkisblaues Wasser, Palmen… Barbuda entspricht in jeder Hinsicht den typischen Karibik-Klischees und wirkt wie eine riesige Fototapete! Die Insel ist extrem flach (max. 13m), so dass man sie erst sehr spät sieht, wenn man auf sie zu segelt. Es gibt nur wenige kleine Ortschaften, ca. 2000 Einwohner, die extrem zuvorkommend und kumpelhaft sind. Sie freuen sich über jeden Gast, kennen sich untereinander mit Vornamen und fahren die Segler mit den Einkäufen direkt an den Strand und versäumen es nicht zur Osterparty am anderen Inselende einzuladen. Hier sollte man sich auf jeden Fall Zeit lassen für ausgiebiges Schwimmen, Schnorcheln Grillen und Feiern am Strand. Die riesige Inlandlagune lässt sich mit dem Dinghi befahren. Hier brüten auch die seltenen Prachtfregattvögel mit einer Spannweite von bis zu 2,3m. Die Ostküste ist von Wracks gesäumt und es gibt einige Tropfsteinhöhlen zu besichtigen.
Einen Nachtschlag westlich von Barbuda liegt die Vulkaninsel Statia (auch Saint Eustatius). Der Hafen an der Westseite, Oranjestad zählte einst zu den wichtigsten und geschäftigsten Häfen der Welt. Hier wurde von Zucker, Waffen, Baumwolle bis hin zu Sklaven alles gehandelt und Statia war wegen des Reichtums als der „Golden Rock“ bekannt. Die Rolle als „carribean shopping mall“ endete im späten 18. Jahrhundert, die Mauer des großen Hafens versank und die untere Stadt wurde durch viele Hurricanes zerstört.
Liegt man vor Oranjestad vor Anker, lohnt es sich zum Fort Oranje hoch zu laufen. Der Tourismus hat glücklicherweise noch nicht so eingeschlagen, die Einheimischen freuen sich über Gäste, sind freundlich und aufgeschlossen. In einer guten Stunde kann man auf den Vulkankegel des Mount Quill wandern, wo man in einen beeindruckenden Krater blickt. Die Tauchspots auf Statia gehören zu den fünf bedeutendsten weltweit und sind wegen vieler Wracks und des lebendigen Unterwasserlebens auf jeden Fall einen Tauchgang wert.
Schon aus der Ferne sind die Rauchschwaden des hochaktiven Vulkans Soufriere auf Monserrat zu erkennen. Die Hautstadt Plymouth im Südwesten der Insel wurde 1995 unter der Lava und Asche des Vulkans begraben. Der Süden der Insel und die Ruinen dieses modernen Pompejis sind je nach Aktivität des Vulkans zu besichtigen. Zeitweise ist der gesamte Süden der Insel gesperrt. Die Gefahr, die von dem Vulkan ausgeht, wird in sogenannten „hazard- levels“ angegeben. Monserrat sollte man nur in die Törnplanung aufnehmen, wenn man das Risiko eingehen will, ggf. den Süden auszulassen, da es zu gefährlich ist. Vielleicht hat man jedoch auch Glück und es bietet sich die Gelegenheit, diesen aktiven Vulkan aus nächster Nähe zu erleben. Für Taucher lohnen die erkalteten Lavaströme unter Wasser.
Dominica ist von dichtem Regenwald bedeckt, es gibt hunderte Wasserfälle, Gebirgsbäche, Schluchten und aktiven Vulkanismus. Eine anstrengende Wanderung mit unendlich vielen Treppen über die erloschenen Vulkankrater zum „Boiling Lake“, einem kochenden Vulkansee, ist das Highlight eines Aufenthaltes auf Dominica. Nach dem Eierkochen in den heißen Schwefelquellen geht es zum Baden, Wasserfallrutschen und Whirlpoolfeeling in ca. 40 Grad heißem Wasser. Regenwaldgeräusche, Frischwasserquellen, Guides, die die 6-stündige Wanderung barfuß machen und dabei durchgehend „einheimische Kräuter“ rauchen, runden das Bild der perfekten Abenteuerwanderung ab. Auch die Unterwasserwelt ist teilweise von aktivem Vulkanismus geprägt, man kann u.a. Whirpools unter Wasser erkunden.