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Golf von Fethiye
Wind und Wetter
Die traumhaften Bedingungen eines normalen Segeltags im Golf von Fethiye: günstige 15 Knoten Westwind, stahlblauer Himmel, ruhige See, angenehme 25 Grad Lufttemperatur und nur knapp kühleres Badewasser. Im Hochsommer wird’s häufig deutlich heißer, und mit der Hitze kommt gelegentlich auch die Flaute. Alles in allem kann man sagen, dass sich ideales Segelwetter mit idealem Badewetter abwechselt! :)
Der Südwind „Scirocco“, der gegen Ende der Saison direkt aus der Sahara weht (Sandsturm inklusive!), kann zwar selten für Starkwinde sorgen, bei denen wir nicht auslaufen würden. In der Regel ist aber auch ganz am Ende der Segelsaison schön warmes Wetter mit gutem Wind!
Highlights und Kuriositäten
Meistens übernachten wir in tief eingeschnittenen Buchten, die perfekten Schutz zum Ankern bieten. Von da hat man Einblick in eine wild-romantische, verlassene Hügellandschaft. Gelegentlich steht am Strand eine einsame Taverne, die frisch gefangenen Fisch und im Vorgarten gewachsenes Gemüse serviert; Katzen und Ziegen laufen frei herum. Wer sich an einen solchen Ort verirrt, trifft auf sehr freundliche, bisweilen etwas verrückte Einheimische, die sich über Gäste wirklich freuen.
Und wer den aromatischen Duft der Pinienwälder einmal gerochen hat, wird hier nie mehr weg wollen (allerhöchstens um zu Hause mit der Eröffnung einer Pinienduft-Parfumfabrik eine klaffende Marktlücke zu erschließen…). Selbst der Dieselgeruch in der Heckskabine soll bei günstiger Windrichtung von dem wunderbaren Pinienduft wirksam neutralisiert werden!
Zum Einkaufen, Bummeln und Feiern laden aber auch die Städtchen Marmaris und Fethiye ein. Fethiye ist die größte Stadt an der ägäischen Mittelmeerküste. Sehenswert sind hier uralte Felsengräber, die oberhalb der Stadt in eine steile Felswand eingebaut sind, und auch einige römische Sarkophagen mitten in der Stadt. Umgekippt eignen sich die übrigens ideal als Hühnerställe – Recycling auf Türkisch!
Ungefähr 40 Seemeilen (also 70 km) von Fethiye entfernt liegt Marmaris. Das Nachtleben von Marmaris lässt angeblich die ganze türkische Küste vor Neid erblassen, und im Sommer schwillt die Stadt von knapp 30'000 Einwohnern wegen den partyliebenden Backpackern und den vielen Kreuzfahrttouristen um das 10-fache an. Übrigens bedeutet der Namen der Stadt „Vier erhängte Architekten“ – Sultan Süleyman fand im 16. Jahrhundert, seine eben in Marmaris erbaute Burg sei viel zu klein geraten, und erhängte prompt die schuldigen Architekten!
Tiefpunkt
Leider sind wir nicht die einzigen Segelfreunde, die sich in diesen Abschnitt der türkischen Küste verliebt haben. Einige Buchten können abends ziemlich voll werden mit Segelyachten, die übernachten wollen. In der Gegend gibt es besonders viele türkische Gulets (Holzboote), die bei Touristen beliebt sind.
Anreise
Ausgangshafen für dieses Segelrevier sind Rhodos, Fethiye oder Göcek. Nach Rhodos kann man direkt fliegen (z.B. mit TUIFly). Fethiye erreicht man per Fähre von Rhodos, alternativ kann man auch nach Dalaman fliegen und von dort 45 Minuten mit dem Linienbus nach Fethiye fahren. Auch Göcek kann man in 25 Minuten per Bus vom Flughafen Dalaman erreichen.
Check-In am ersten Tag um 17.00, Check-Out am letzten Törntag um 09.00.
Törns
Quelle: Statistiken für Windgeschwindigkeit und Lufttemperatur aus http://de.windfinder.com; die o.g. Werte entsprechen den Messungen in folgenden Orten: Jonische Inseln - Kefalnia, S Pelopones - Methoni, Kreta - Heraklion, Kykladen - Paros, Dodekanes - Kos, SW Türkei - Sarigerme, Dalmatien - Split; Statistiken für Wassertemperatur aus: http://www.wetteronline.de/framesets/klima/klima_diagramme.htm; die o.g. Werte entsprechen den Messungen in folgenden Orten: Jonische Inseln - Korfu, S - Pelopones - Methoni, Kreta - Iraklion, Kykladen - Naxos, Dodekanes - Kos, SW Türkei - Bodrum, Kroatien - Split.
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